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Ideales Heimkino

Das ideale Heimkino

Heimkino und Wohnzimmerkino

Sorgen doch diese Begriffe immer wieder für leichte Verwirrung. Der eine spricht vom Heimkino, alles ist im Wohnzimmer installiert. Der andere spricht vom Heimkino und meint einen eigens dazu genutzten, möglichst abgedunkelten, idealerweise sogar schwarzen Raum. Heute haben sich diese Begriffe etwas miteinander vermischt. Ursprünglich definierte sich das Heimkino aus folgenden Komponenten. Einem Projektor, einer Leinwand, Lautsprechersystem und Elektronik für Zuspielung von Ton – und Bildsignal. Idealerweise war der Raum nicht nur dunkel, sondern war auch akustisch optimiert. Und es war in einem separaten Raum untergebracht. Bedingt durch die Verbreitung des Heimkinos kam jedoch immer mehr das sogenannte Wohnzimmerkino in Mode, denn man hatte keinen separaten Raum zu Verfügung, bzw. wollte diesen nicht nur für Kino reservieren. Bewusst verzichten wir hier auf die Betrachtung der Flach TV. Hier gelten andere Gesetzmäßigkeiten

Bedingt durch die unterschiedliche Raumcharakteristik ergeben sich heute unterschiedlich Anforderungsprofile. Der Heimkinoraum ist eigentlich sehr dunkel, wenn nicht sogar schwarz. Dadurch muss der Projektor bezogen auf die Leinwandgröße nicht so lichtstark sein. Bei einer durchschnittlichen Leinwandbreite von ca. 2.40 m reichen ca. 1000 angegebene Lumen bei dem Beamer aus. Neben der Leinwandbreite spielt auch das Tuch im Zusammenhang mit der verwendeten Beamertechnologie eine wichtige Rolle.

Bei dem Leinwandtuch unterscheidet man reflektierend oder akustisch transparent. Nutzt man eine akustisch transparente Leinwand sollte man für den Ton einen entsprechenden Equalizer einplanen. Bei hochwertigen Audioanlagen dürfte dieser bereits vorhanden sein. Das akustisch tarnsparente Tuch dämpft den Ton gerade in den Höhen. Je nach Art des Tuches kann das unterschiedlich sein. Gewebt oder gelocht – man hat die Auswahl je nach Hersteller. In der Regel sollten die hier verwendeten Tücher in der Tuchqualität Matt Weiß sein. Der Gainfaktor liegt zwischen 1.0 und 1.2 - Firmen wie Steward, Visivo, WS Spalluto – nur um einige zu nennen - bieten gute Qualitäten. Wobei bei der Stewardscreen ihre Brillanz bemerkenswert ist. Das Leinwandtuch ist aus mehreren optischen Schichten aufgebaut, in der Blinker eingebettet sind. Dies hat natürlich seinen Preis.

Warum der Zusammenhang zwischen Beamertechnologie und Leinwandtuch. Ein LCD Beamer gegenüber einem SXRD oder LCOS Beamer haben jeweils einen unterschiedlichen Farbcharakter. Zusammen zeichnen alle aus, dass hier exzellente Schwarzwerte erreicht werden. Ob von Epson, Sony oder JVC – um nur einige zu nennen, die Auswahl muss jeder selbst treffen. Wichtig ist, dass hier die Möglichkeit eines Farbmanagements besteht. Ein DLP-Beamer – in der Regel ein EIN CHIP – Gerät, kann zwar keinen so guten Schwarzwert, bietet aber etwas mehr Durchzeichnung, da diese in der Regel einen höheren „im Bild Kontrast haben“. Einige Heimkino-Anwender gehen sogar soweit, auch im dunklen Heimkino eine graue Leinwand zu verwenden, um gerade bei Nutzung eines DLP Beamers tiefere Schwarzwerte zu erreichen.

Im Wohnzimmerkino sieht die Ausgangslage schon ganz anderes aus. Hier haben wir in der Regel eine helleren Raum – normalerweise mit Lichtstreuung – und in der Regel akustisch nicht ganz so optimal. Die Leinwand verschwindet oft in der Decke, der Beamer wird etwas versteckt angebracht. Man will ja schließlich den Wohnzimmercharakter erhalten.

Diese Gegebenheiten bedingen vom Aufbau ein differenziertes Konzept. Um hier ein adäquates Bild zu bekommen, sollte die Leinwand ein graues Tuch haben. Idealerweise mit einer optischen Beschichtung, welche die Reflektionen der Wände, Decke und des Bodens vermindert, um deren Störeinfluss auf das Bild zu verringern. In diesem Zusammenhang ist es ganz wichtig, dass die Leinwand nicht direkt vom Sonnenlicht bzw. Tageslicht getroffen wird. Licht auf der Leinwand ist der Tod des Bildes.

Der Projektor muss dann schon einiges an Helligkeit mitbringen, damit man was sieht. Um die 2000 Lumen, wie es die aktuellen Epson und Sony  Projektoren abgeben, sollten es schon sein. Kann man noch die Raumhelligkeit steuern, so verbessert sich das Bild erheblich. Auch hier ist ein Farbmanagement mit mehreren Speichern von Vorteil.

Auf eine Kurzformel gebracht – eine echtes Heimkino sollte in einem dunklen Raum mit einem Projektor bei ca. 1000 - 1300 Lumen und einer guten Leinwand – in der Regel mattweißes Tuch und entsprechender Elektronik und Audio aufgebaut sein. Wesentlich kompromissloser auf Bild und Ton ausgerichtet.

Das Wohnzimmerkino bezieht noch den wohnlichen Aspekt mit ein, ist also nicht so auf highendige Bildqualität ausgerichtet. Aber mit entsprechend lichtstärkeren Projektoren – mit weißem Gehäuse – wie es Sony und Epson anbieten, ca. 2000 Lumen, einer gute Leinwand, die die störenden Reflektionen vermindert und einer guten Aufstellung im Raum lassen sich auch hier entsprechend gute Bildergebnisse erzielen, die den Heimkinogenuß somit auch im Wohnraum ermöglichen.

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