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Lexikon Winnings Begriffe von A-Z

Fachbegriffe von A-Z

· ANSI-Lumen
· Auflösung
· Beleuchtungsstärke
· Betrachterfläche
· Betrachterkennzahl
· Betrachtungswinkel
· Brennweite
· Fresnel-Prägung
· Halbwertswinkel
· HDTV
· Hot-Spot
· Keystone-Korrektur
· Kontrast
· LCD
· Lenticular-Prägung
· Leuchtdichte
· Leuchtdichtefaktor-Indikatrix
· Pixel
· Plasma
· Polarisationsbrille
· Projektionsabstand
· RGB
· RS 232
· Stereobildwand
· Streuwinkel
· SVGA
· SXGA
· UXGA
· VGA
· XGA
· Zoll

Wissenswertes:

· Die ideale Bildwand
· Typ D (Diffusionsbildwand)
· Typ S (Spiegelreflex-Bildwand)
· Erklärung für Typ D und Typ S

· Brandschutzverhalten

· Lebensdauer
· Reinigung
· Sicherheitsaspekte
·
Endstandsbegrenzung
·
CE-Kennzeichnung
· Projektion
· Betrachtungsbedingungen
· Relativer Betrachtungsabstand
· Lichttechnische Eigenschaften
· Leuchtdichtefaktor
· Reflexionsverhalten
· Anwendungsbereiche


ANSI-Lumen

Maßeinheit für die Bildhelligkeit der Projektoren, gemessen nach ANSI (American National Standards Institute). Auf einer 1qm großen Fläche
der Bildwand wird an 9 gleichmäßig verteilten Punkten eine Licht-
messung vorgenommen. Der mathematische Durchschnitt der Licht-
stärke ergibt die ANSI-Lumen-Zahl.

Auflösung
Anzahl der darstellbaren Bildpunkte. Die Auflösung gibt die Anzahl der Bildpunkte in der Zeile (horizontal) und die Anzahl der Zeilen (vertikal) an.

Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke E ist ein Maß für das auf eine beleuchtete
Fläche auffallende Licht. Einheit der Beleuchtungsstärke ist LUX (lx).
Die Beleuchtungsstärke wird mit einem Luxmeter gemessen.

Betrachterfläche
Ist durch die erste Sitzreihe (eingeschränktes Gesichtsfeld optimal
ca. 1,5-fache der Bildwandbreite) und die letzte Sitzreihe (Auflösungs-
vermögen der Augen ca. 6-fache Bilwandbreite) bestimmt. Seitlich
durch eine noch vertretbare Schrägbetrachtung (ca. 40 Grad rechts
und links der Projektionsachse) definiert.

Betrachterkennzahl
Die Betrachtungskennzahl k gibt Aufschluß über die Einsatzmöglichkeit
eines Bildwandtypes für gegebene Projektionsverhälnisse, sie besteht
aus zwei Zahlenangaben:

  • dem Leuchtdichtefaktor
  • dem Streufaktor

Betrachtungswinkel
Der Bezugspunkt ist die Projektionsachse. Der Betrachtungswinkel
ist der eigene Standort gemessen zur Projektionsachse.

Brennweite
Eine der Hauptkenngrößen eines photografischen Objektivs. Sie ist
gleich dem Abstand zwischen dem bildseitigen Hauptpunkt des photo-
grafischen Objektivs und dem Bildpunkt eines unendlich fernen Objektivs
auf der optischen Achse des photografischen Objektivs.

Fresnel-Prägung
Die Fresnel-Prägung ist eine kreisförmige Linsenprägung, die auf Rückprojektionsflächen oder -scheiben angebracht wird. Diese Prägung ermöglicht ein Bündeln des Lichtes und ein gleichmäßiges Ausleuchten.
Der Abstand zwischen Projektor und Lichtbildwand ist durch die
Fresnel-Prägung festgelegt.

Halbwertswinkel
Meßwert bei 50 % Leuchtdichteabfall

HDTV
High Definition Television. Hochauflösendes Fernsehen im
Kinoformat 16:9 mit 1250 horizontalen Zeilen.

Hot-Spot
Störende Lichterscheinung auf der Bildwand, verursacht
durch eine direkte Sichtbarkeit der Projektionslampe.

Keystone-Korrektur
Diese elektronische Trapezentzerrung bei der Projektion ermöglicht Schrägprojektion ohne trapezförmige Bildverzeichnung, das Bild bleibt
rechteckig. Die Korrektur gleicht die Verzerrung digital aus, indem das
Bild entgegengesetzt entsprechend komprimiert wird oder eine
neigbare Bildwand zum Einsatz kommt.

Kontrast
Der Kontrast ist das Verhältnis der Helligkeit zwischen einem
Weißbild und einem Schwarzbild, z.B. 400:1. Hohe Werte
verbessern die Bildschärfe und die Lesbarkeit.

LCD
"Liquid Crystal Display" = Flüssigkristallanzeige

Lenticular-Prägung
Die Lenticular-Prägung ist eine vertikale Rillenstruktur für verbesserte Leuchtdichteverteilung, ergibt gute Schrägbetrachtung. Diese Prägung
hat kein fokales Zentrum d.h. der Abstand zwischen Projektor und
Lichtbildwand ist frei wählbar.

Leuchtdichte
Die Leuchtdichte wird mit einem visuell arbeitenden Gerät gemessen.
Dabei vergleicht das Auge einen Ausschnitt der Bildwand mit einer Vergleichsfläche bekannter Leuchtdichte.

Leuchtdichtefaktor
Der Leuchtdichtefaktor ist ein gemessener vergleichbarer Wert des transmittierten Lichtes (bei Durchlichtprojektion) und des reflektierten
Lichtes (bei Auflichtprojektion) zu Standard-Weiß.

Leuchtdichtefaktor-Indikatrix
Die Leuchtdichtefaktor-Indikatrix ist eine übersichtliche Kurven-
darstellung der lichttechnischen Eigenschaft einer Bildwand.

Pixel
Kurzform von Picture-Element, kleinster Teil eines Bildes (Bildpunkt).

Plasma
Eine neue Bildschirmtechnologie. Jeder Bildpunkt besteht aus einer
winzigen Kammer, die mit einem Edelgasgemisch gefüllt ist. Dieses
Gasgemisch wird von einer Elektronik gezündet. Die dabei entstehende
UV-Strahlung regt eine Phosphorschicht zum Leuchten an.

Polarisationsbrille
Stereobrille mit gegensinnig (Linear und zirkular) polarisierenden
Lichtfiltern zur Erkennbarkeit des 3 D-Effektes.

Projektionsabstand
Abstand der Mitte des auf der Bildwand projizierten Bildes von
dem bildwandseitigen Hauptpunkt des Projektionsobjektivs.

RGB
Rot-Grün-Blau Signal bei Video- und Computerbildern.

RS 232
Schnittstelle, die eine Kontrolle des Projektors über Computer
oder Steuerungsgeräte wie AMX oder Creston ermöglicht.

Stereobildwand
Projektionsfläche mit meist stark gebündelter Leuchtdichtefaktor-
Indikatrix und metallisierender Oberfläche.

Streuwinkel
Erreicht der Leuchtdichteabfall den festgelegt unteren Grenzwert,
so nennt man diesen Winkel den Streuwinkel.

SVGA
Grafikstandard für PC´s mit einer Auflösung
von 800x600 Bildpunkten/Pixel.

SXGA
Grafikstandard für PC´s mit einer Auflösung
von 1280x1024 Bildpunkten/Pixel.

UXGA
Grafikstandard für PC´s mit einer Auflösung
von 1600x1200 Bildpunkten/Pixel.

VGA
Grafikstandard für PC´s mit einer Auflösung
von 640x480 Bildpunkten/Pixel.

XGA
Grafikstandard für PC´s mit einer Auflösung
von 1024x768 Bildpunkten/Pixel.

Zoll
Englische Längenmaßeinheit:
1 Zoll/Inch (1")= 2,54 cm.

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Die ideale Bildwand

Auswahl der idealen Bildwand
Das Reflektionsverhalten der Auflichtbildwände läßt sich nach
der internationalen Norm ISO 8396 und der deutschen
Norm DIN 19045 Teil 4 in zwei Gruppen einteilen:

Typ D (Diffusionsbildwand)
Der auftreffende Projektionsstrahl wird nach allen
Seitengleichmäßig reflektiert.

Typ S (Spiegelreflex-Bildwand)
Der auftreffende Projektionsstrahl wird in Vorzugs-
richtung des Spiegelwinkels reflektiert.

Erklärung für Typ D und Typ S
Da in allen Fällen nicht mehr Licht reflektiert werden kann, als auf
die Bildwand auftritt, ergibt sich, daß mit steigender Vorzugsrichtung
auch mehr Licht in dieser Richtung reflektiert wird: sie erscheinen
"heller". Praktisch bedeutet dies, daß Metallbildwände (Typ S) "heller"
erscheinen als weiße Lichtbildwände (Typ D). Hierbei wird aber gleichzeitig
die Lichtverteilung nach den Seiten eingeengt. Aus dieser Kopplung
erkennen Sie die Notwendigkeit der sorgfältigen Auswahl. Hieraus
erkennen Sie, daß wir nicht zwischen "guten" und "weniger guten" Bildwandflächen unterscheiden: alle Ausführungsarten sind für
bestimmte Einsatzzwecke vorgesehen, einmal abhängig von der
Breite der ausgenutzten Betrachterfläche zum anderen von den Beleuchtungsverhälnissen im Raum während der Veranstaltung.
Das Reflektionsverhalten der Lichtbildwand ist durch den Halbwerts-
winkel (Leuchtdichteabfall auf 50%) und damit verbunden durch den Leuchtdichtefaktor gekennzeichnet. Bei der Auswahl der Bildwand
muß daher stets von der ausgenutzten Breite der Betrachterfläche
ausgegangen werden. Für sehr breite Betrachterfläche ist der
Bildwandtyp D zweckmäßig, für mittelbreite Betrachterflächen ist der
Bildwandtyp S geeignet. Wird diese Grundregel beachtet, ergeben
sich auf allen Sitzplätzen innerhalb der Betrachterfläche bei der
Projektion annähernd gleiche Betrachtungsbedingungen hinsichtlich
der empfundenen Helligkeit des projizierten Bildes.

Brandschutzverhalten
Die Baustoffe werden nach ihren Brandverhalten in
folgende Klassen eingeteilt (DIN 4102 Teil 1):

A, A1, A2   nicht brennbare Stoffe
B   brennbare Stoffe
B1   schwerentflammbare Baustoffe
B2   normalentflammbare Baustoffe
B3   leichtentflammbare Baustoffe

Die Bildwände entfallen dabei auf die Baustoffklasse B und
entsprechen im Verhalten der Zertifizierung B2. Der Forderung
nach schwerentflammbarer Ausführung, die teilweise lt.
Versammlungsstätten - Verordnung gefordert wird, können
wir als Sonderlösung im Einzellfall durch Oberflächenveredelung
entsprechen.

Lebensdauer
Basierend auf Erfahrungswerten und durchschnittlicher
Beanspruchung treffen für unsere Bildwände folgende
Aussagen zu:

  Nichraucherraum Raucherraum
Folienbasis
Gewebebasis
Glasfiberbasis
Folienbasis
Gewebebasis
Glasfiberbasis
Folienbasis
Gewebebasis
Glasfiberbasis

Reinigung
Eine 100% Reinigung einer Bildfläche ist nicht möglich, weil der
Schmutz durch Reinigung nur verteilt wird und dauerhafte Spuren
und Schattierungen hinterlassen kann. Für kleinere Verschmutzungen
beachten Sie bitte folgende Ratschläge:

  • Oberfläche auf Folienbasis kann mit einer nicht aggressiven
    Flüssigkeit gereinigt werden (z.B. Handreinigungsseifen)
  • Oberfläche auf Folien- und Textilbasis mit Beschichtung kann
    nicht gereinigt werden.
  • Oberfläche auf Glasfiberbasis kann trocken gereinigt werden.
  • Einige Schmutzstellen auf bestimmten Oberflächen können
    mit einem weichen Radiergummi oder aber mit der Rückseite
    eines Klebebandes entfernt werden.

Sicherheitsaspekte

DIN 19045 Teil 5 = maßgebliche DIN-Norm

Wie für alle sicherheits- und maschinentechnischen Einrichtungen
gilt auch für Lichtbildwände die Prüfvorschrift nach UVV, DIN und
VGB70. Es sind weit mehr als 100 DIN-Normen, nach denen wir
arbeiten.

Hier einige Beispiele aus den umfangreichen Vorgaben Sicherheits-
schalter und Not-Aus-Schalter gemäß VDE 0100, 0660 Teil 1 /0869§5b.6, 0100/05-73§60 Motor- und Handbetrieb, soweit vorhanden, dürfen
nicht gleichzeitig möglich sein.

  • Absenk- und Hebegeschwindigkeit dürfen 250 mm/s
    nicht überschreiten.
  • Vertikale Bewegungssicherung z.B. durch selbst-
    hemmende Getriebe und Fangvorrichtung

Endstandsbegrenzung

  • mechanisch, z.B. durch Auflaufbremse oder Fangvorrichtung
  • elektrisch, z.B. durch Sicherheitsendschalter im Haupt- oder Steuerstromkreis

CE-Kennzeichnung
CE-Zeichen ist ein Handelszeichen am Produkt, welches
dokumentiert, daß ein Produkt Sicherheitsanforderungen von Harmonisierungsrichtlinien erfüllt.

Die wichtigsten Harmonisierungsrichtlinien sind:

  • Maschinenrichtlinien
    Schutz der Menschen vor mechanischen Schäden
    (Scheren, Klemmen, etc.)
  • EMV-Richtlinien
    für alle Produke, in denen Energie gespeichert werden
    kann, hierzu zählt auch Federenergie
  • Niederspannungsrichtlinie
    für alle Produkte, die über einen elektrischen
    Antrieb verfügen

Entscheidend bei der CE-Kennzeichnung ist die technische
Dokumentation. D.h.

  • der Nachweis für die Erfüllung der angegebenen
    Richtlinien und Normen im Schadensfall über interne
    und externe Prüfberichte, Berechnungen etc.
  • eine Gebrauchsanleitung des Produktes, die so gestaltet ist,
    daß der Benutzer in Bedienung und Montage geführt wird, Sicherheitsvorgaben in den Vordergrund kommen und der
    Hersteller sich zu erkennen gibt (Anschrift).

Projektion

Bei der Projektion wirken vier Komponenten aufeinander ein:

  • die Betrachterfläche und die Lichtverhältnisse im Raum
  • die Lichtbildwand auf der das projizierte Bild mit gleichmäßiger Leuchtdichte erkannt werden soll
  • der Projektor, der ein scharfes Abbild mit gleichmäßiger Leuchtdichteverteilung auf die Lichtbildwand projiziert
  • die Projektionsvorlage, die in erfaß- und erkennbarer Form die Informationen enthalten soll

Das zufriedenstellende Zusammenwirken bedingt aber eine sorgfältige Planung der Projektionseinrichtung. Ein wesentliches Kriterium zur optimalen Erkennbarkeit des projizierten Bildes stellt dabei die Einhaltung von Rahmenbedingungen bei der Hellraumprojektion dar, da das Raumlicht in Einklang zu den Mitschreibebedingungen gebracht werden muß.

Zahlreiche Versuche haben ergeben, daß das Verhältniss von 5:1 der durch den Projektor auf die Bildwand auftreffenden Beleuchtungsstärke zum vorhandenen Raumlicht nicht unterschritten werden darf. Die Hellraumbedingungen (siehe DIN 19045) sagt aus, daß die durch das Projektionslicht erzeugte Leuchtdichte mindestens fünfmal größer sein muß als die durch das Raumlicht erzielte Leuchtdichte, wird der Wert unterschritten, sinkt die Erkennbarkeit merklich. Bei Unterschreitung des Verhälnis 5:1 empfiehlt sich eine Abschattung des Raumlichts Bei der Projektion wirken vier Komponenten aufeinander ein:

  • die Betrachterfläche und die Lichtverhältnisse im Raum
  • die Lichtbildwand auf der das projizierte Bild mit gleichmäßiger Leuchtdichte erkannt werden soll
  • der Projektor, der ein scharfes Abbild mit gleichmäßiger Leuchtdichteverteilung auf die Lichtbildwand projiziert
  • die Projektionsvorlage, die in erfaß- und erkennbarer Form die Inform gegen die Bildwand, die Lichtleistung des Projektors zu erhöhen oder eine Bildwandfläche mit einem erhöhten Leuchtdichtefaktor auszuwählen. Entscheidend für eine optimale Projektion unter Hellraumbedingungen besteht in der Beachtung und Einhaltung dieser 3 Komponenten.

Betrachtungsbedingungen
Das schnelle Erfassen einer Gesamtinformation setzt voraus, dass
möglichst alle Einzelinformationen innerhalb des Blickfeldes liegen.
Hierüber gibt physiologisch bedingt das Blickfeld beider Augen
Aufschluss. In dem Bereich von etwa 40 Grad ist schnelles Erfassen
durch Augenbewegung ohne Kopfbewegung möglich. Die optimale
Betrachtung des projizierten Bildes wurde in einem sehr umfangreichen Rundversuch aus Hunderten von Mess- und Beobachtungsergebnissen
ermittelt und ist in der deutschen Norm DIN 19045 Teil 1 festgelegt.

Relativer Betrachtungsabstand
Die Aufnahme einer Bildinformation wird schwieriger, wenn der Betrachter
zu nah vor der Bildwand sitzt. Die Mindestentfernung zur Bildwand soll
die 1,5-fache Bildwandbreite betragen. Das Erfassen einer Information
wird auch schwieriger, wenn der Betrachter zu weit von einer Bildwand
entfernt ist, d.h. der Betrachter sollte nicht mehr als die 6-fache Bildwand-
breite entfernt sitzen. Daraus ergibt sich der ideale Betrachtungsabstand
von 4,5-fach bezogen auf die Bildwandbreite. Schrägprojektion

Um einen guten lichttechnischen Wirkungsgrad zu erhalten, muß die
Bildwand bei Senkrecht- oder Schrägprojektion so geneigt werden,
dass die Vorzugsrichtung der Reflexion etwa auf die Mitte der
Betrachterfläche weist.

In der Praxis bedeutet dies, daß die Lichtbildwand mit einer Schrägstelleinrichtung ausgerüstet sein muß, die eine Neigung der
Bildwand ermöglicht. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß in
Grenzfällen bei richtig eingestellter Schräglage der Lichtbildwand
gegenüber einer senkrecht angebrachten Bildwand das projizierte
Bild dem Betrachter "3-mal so hell" erscheint.

Lichttechnische Eigenschaften
Durch die Visualisierung einer Mitteilung, durch die Darstellung der
Aussage auf einer Projektionsfläche, einer Bildwand, werden beim Ansprechpartner verschiedene Eingangskanäle der Wahrnehmung
erreicht. Dadurch erhöht sich die Wahrnehmungs- und Lernfähigkeit,
und der Lernerfolg steigt. Nur Projektion kann diese Information groß,
deutlich und brillant sichtbar machen. Mit Projektion kann man Stehbilder, Laufbilder, EDV-Daten und Grafiken visualisieren. Die Bildinformation
wird mit optisch gerichtetem Licht vielfach vergrößert auf die Bildwand
projiziert. Die Betrachtungsbedingungen werden dabei häufig zu wenig berücksichtigt. Nur wenn der Betrachter, Teilnehmer, Zuhörer, also der Empfänger der Information, ein ausreichend kontraststarkes und helles
Bild sehen kann, wird der Erfolg einer visuellen Präsentation erreicht.

Leuchtdichtefaktor -
Der lichttechnische Wirkungsgrad bei der Projektion berücksichtigt
ausschließlich die optimale Lichtverteilung des auf die Betrachterfläche
fallenden Lichts. Es fordert, daß von der Bildwand möglichst viel Licht
auf die Betrachterfläche, und nur wenig Licht in solche Bereiche gelenkt
wird, wo keine Betrachter sitzen. Um eine Beschreibung der Leuchtdichte
oder des Leuchtdichteverlaufes einer Projektionsfläche vorzunehmen,
benötigt man ein Messnormal. Dieses Messnormal ermöglicht einen
Vergleich mit der zu messenden Probe. Das Leuchtdichteverhältnis Messprobe/Messnormale stellt eine einheitslose Größe (Faktor) dar.
Auf internationaler Ebene finden unterschiedliche Messnormal
Anwendung z.B. MgO, BaSO4 MgC3. In Deutschland wird BaSO4 in
der DIN 5033/Teil 9 vorgeschrieben. An dieser Referenzprobe werden
die Messeinrichtungen normiert (Messwert wird auf "1" gesetzt). So
erreicht man vergleichbare Messergebnisse. Eine "Gain-Messung"
ohne Hinweis auf das verwendete Messnormal, ermöglicht nur eine
Bewertung der Kurvenform, nicht aber eine Aussage über die
Absolutgrösse der Messung.

Reflexionsverhalten
Die gleichmäßige Lichtverteilung über eine festgelegte Betrachterfläche
wird weitgehend von der Leuchtdichtefaktor-Indikatrix bestimmt. Es
gibt drei in ihrem Grundverhalten unterschiedliche Bildwandtypen für
die Auflichtprojektion, die sich in Bezug auf das Reflexionsverhalten
an den Bildwandseiten wesentlich unterscheiden:

  • Die "weiße" Bildwand (Typ D) strahlt über ihre ganze Breite
    das Licht gleichmäßig auf die Betrachterfläche ab, hat aber
    nur einen Leuchtdichtefaktor <= 1.
  • Die Metallbildwand (Typ S) strahlt das Licht an den Bildwandseiten
    (d.h. bei Schräglichteinfall) im Spiegelwinkel ab und hat einen Leuchtdichtefaktor > 2.

Wird die Bildwand noch zusätzlich um eine vertikale Achse gekrümmt,
kann die ohnedies gute Lichtverteilung noch verbessert werden.
Zugleich erhöht sich auch die Scharfabbildung an beiden Seiten
der Bildwand.


Anwendungsbereiche
Ob Diskussionen, Austausch von Erfahrungen, Informationen oder
Schulungen- die Austattung des Medienraums erfordert die Integration
von modernen, multimedialen Anwendungen, die aufeinander abzu-
stimmen sind. Projektion, Moderation, Akustik Licht und Steuerungs-
technik müssen eine Einheit bilden, die den jeweiligen Teilnehmerkreis
animiert und begleitend zur Seite steht. Im Vordergrund steht dabei
stets das Ziel, ein Umfeld für die Projektion zu schaffen, in dem sich
die Menschen wohlfühlen. Sowohl für den professionellen Einsatz im
Tagungs- und Schulungsraum, der Ausstattung von Events und
Veranstaltungen als auch der anspruchsvolle Film- und Fotoamateur
im Bereich Heimkino stehen Bildwandtypen in unterschiedlichster
Ausführung der mechanischen Eigenschaften, im Reflexionsverhalten
und Anwendungsart zur Verfügung. Die Auswahl der richtigen Bildwand
trägt neben dem Projektor und dem Bildmotiv maßgeblich zum Erfolg
einer visuellen Präsentation bei. Nach getroffener Wahl der Projektionsart
Dia, Film, Arbeits- oder Videoprojektion und der Festlegung der
Bauausführung der Bildwand, wie mobil oder stationär, rollbar oder
spannbar haben Sie die Möglichkeit unter einer großen Anzahl von
Ausstattungs- und Funktionsvarianten auszuwählen, die eine
erfolgreiche Projektion nach Ihren Vorstellungen sichert. Die
individuelle Veränderung des Designs, Anpassung der sichtbaren
Teile bei Einbau in Zwischendecken, einfache und schnelle Revision,
Neigung der Bildwand nach vorne oder hinten sind nur einige Anwendungsbeispiele, die den hohen Anforderungen an eine
Bildwand und den Raumverhältnissen entsprechen.


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